
Undogma
Der Ast bricht. Der Zaun gibt nach. Die Scheibe klirrt.
Der Einbruch ermöglicht als Kulturtechnik die Erschließung neuer künstlerischer Räume. Diese beinhalten sowohl Disziplinen, die durch ihre Reproduktion als Dogma der Vergangenheit gekennzeichnet sind, als auch unerforschte Wege, die den Mut erfordern, gegangen zu werden. Der rote Faden: Sprühfarbe. Der Einbruch ist als Expertise gleichermaßen ein symbolischer Ausbruch aus bestehenden Denkmustern. Durch die Meisterung vergangener Techniken, treten neue künstlerische Ansprüche zu Tage.
»UNDOGMA« ist eine Ausstellung von fünf Künstlern. Lange Zeit ging es darum Dogmen zu bedienen, heute brechen sie aus. Dabei spielen die Abkehr von bekannten Maltechniken, Formen und Farben eine wesentliche Rolle. Sie werden zu Konstrukteuren ihrer eigenen abstrakten Welt, welche Referenzen zur Vergangenheit aufbaut und sie bis zur Unkenntlichkeit zerlegt.
Buchstaben werden zu Formen und ausgedachte Wörter zu fein nuancierten Farbbalancen. Figurative Motive lösen sich auf in collagierte Entitäten. Abstrakte Architektur erzählt Geschichten über kulturelle Herkunft, codiert durch Ornamentik. Alltägliche Objekte reduzieren sich auf Geometrie und Komposition. Die Motivation neue Welten zu erschließen verbindet sich mit der Bausubstanz vergangener Tage des Bunkers K101 in Köln-Ehrenfeld.